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Mein Name ist Claudia Maier und ich bin gelernte Hundephysiotherapeutin
 HR®. 

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BLOG: Erkrankungen beim Hund


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24.07.2021

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfälle kommen mittlerweile bei Hunden leider immer häufiger vor. Dabei spielen Rasse bzw. Körperbau des Hundes und/oder altersbedingter Verschleiß der Bandscheiben eine Rolle. Betroffen sind dabei oft Hunde mit langem Rücken und kurzen Beinen oder so genannte chondrodystrophe Rassen, wie etwa Dackel (daher auch der Begriff „Dackellähme“), Jack Russel Terrier, Französische Bulldogge, Beagle oder Cockerspaniel. Hier liegt eine angeborene Stoffwechselstörung im Knorpel vor, so dass Degenerationsvorgänge in den Bandscheiben schon in jungen Jahren stattfinden können. Aber auch große Rassen wie Deutscher Schäferhund, Labrador und Golden Retriever sind mittlerweile betroffen. Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule, Übergewicht des Hundes oder auch der normale Alterungsprozess können Ursachen sein.

Die Bandscheiben finden sich zwischen den Wirbelkörpern von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule und bestehen aus einem weichen Gallertkern und einem ringförmigen, umliegenden festeren Gewebe. Bei einem Bandscheibenvorfall reißt das umliegende Gewebe, der Gallertkern tritt hervor und drückt auf das Rückenmark und/oder umliegende Nerven.

Die Symptome hängen davon ab, wie stark und an welcher Stelle der Wirbelsäule die Bandscheibe in den Wirbelkanal vorfällt. Oft kommt es erst nur zu einer Vorwölbung der Bandscheibe (Protrusion) in den Wirbelkanal. Dies ist meist sehr schmerzhaft für den Hund, so dass kleinste Bewegungen schon vermieden werden und eine erhöhte Schmerz- und Druckempfindlichkeit im Rückenbereich vorliegt. Ggf. wird der Hals steif gehalten oder der Hund macht einen Buckel. Die Symptome können dabei langsam schleichend oder von jetzt auf gleich entstehen. Falls mehr Bandscheibengewebe in den Wirbelkanal vorfällt (Extrusion/Prolaps), kann es neben starken Schmerzen auch zu Lähmungserscheinungen und/oder Nachschleifen von Gliedmaßen und Inkontinenz kommen.

Die Diagnostik erfolgt mittels Röntgen und MRT/CT. Bandscheibengewebe ist auf einem Röntgenbild nicht zu erkennen, dort können aber die Abstände der Wirbelkörper zueinander beurteilt werden. Eine Behandlung richtet sich dann immer nach dem Schweregrad und den Symptomen. Bei einem leichten Bandscheibenvorfall mit mäßigen Schmerzen und ohne Lähmungserscheinungen, ist oft eine Behandlung mit Schmerzmitteln, Ruhighaltung und Physiotherapie ausreichend. Tritt keine Besserung der Symptome ein oder zeigt der Hund Lähmungserscheinungen, starke Schmerzen und Inkontinenz, sollte der Hund schnellstmöglich operiert werden. Dabei wird in der Regel das Wirbeldach eröffnet (Laminektomie/Hemilaminektomie), so dass der Druck auf das Nervengewebe entweichen kann. Nach einer OP sind mehrwöchige Schonung und Reha erforderlich. In dieser Zeit muss der Hund unbedingt ruhig gehalten werden. Wichtig dabei: nur kurze Spaziergänge mit Leine und Geschirr, kein Springen, Toben oder Treppensteigen und gezielte Physiotherapie, um überlastete Strukturen zu lockern, um Muskulatur zu stärken, das Gangbild zu verbessern und neurologische Ausfälle zu minimieren.

Was ihr als Hundeeltern beachten solltet:
Es gibt natürlich keine 100%ige Garantie, wie ihr bei eurem Hund einen Bandscheibenvorfall vorbeugen könnt. Aber generell könnt ihr darauf achten, dass euer Hund Sprünge vermeidet, z.B. aus dem Auto oder von der Couch. Auch Treppen steigen, vor allem runterwärts sollte auf ein Minimum reduziert werden. Dies betrifft vor allem Rassen, die aufgrund ihres Körperbaus ein erhöhtes Risiko für einen Bandscheibenvorfall haben. Statt einem Halsband sollte der Hund lieber ein Geschirr tragen, hiermit kann man vor allem die Halswirbel entlasten. Übergewicht ist unbedingt zu vermeiden. Bei Hunden, die bereits Bandscheibenprobleme hatten, kann eine Physiotherapie sinnvoll sein, um das Risiko weiterer Probleme zu reduzieren.

Ein schwerer Bandscheibenvorfall kann mitunter zu einer dauerhaften Lähmung führen. Deshalb ist es wichtig, bereits beim ersten Verdacht unbedingt innerhalb von 48 Std. einen Tierarzt aufzusuchen. Je kürzer die Nervenschädigung desto höher die Chance der Regeneration!

Quellen:
https://www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/hundekrankheiten/bandscheibenvorfall-beim-hund/185718

https://www.anicura.de/wissensbank/hunde/bandscheibenvorfall-beim-hund/

https://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/dackellaehme

http://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40952/Bandscheibenvorfall



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