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14.08.2021

Morbus Cushing

Beim Cushing-Syndrom, auch Hypercortisolismus oder Nebennierenrindenüberfunktion, kommt es zu einer vermehrten Stimulation der Nebennierenrinde und als Folge zu einer übermäßigen Cortisolproduktion. Dieses wird in den Nebennierenrinden produziert und ist am Fett- und Zuckerstoffwechsel, Mineralstoff- und Wasserhaushalt und auch am Immunsystem beteiligt.

Für eine übermäßige Stimulation sind meist gutartige Tumore in der Hirnanhangdrüse verantwortlich. Diese regulieren die Nebennieren mittels dem Hormon ACTH und senden dann ein fehlerhaftes Signal, dass die Nebennieren zu viel Cortisol produzieren und ausschütten lässt. Die Nebennieren vergrößern sich in Folge und produzieren permanent zu viel Cortisol. Seltener findet sich ein Tumor direkt in der Nebenniere, welcher selbst zu viel Cortisol produziert und ausschüttet. Eine zu hohe Cortisolkonzentration im Körper kann aber auch durch eine zu hohe Medikamentendosierung von „Kortison“ verursacht werden.

Zu den typischen Symptomen gehören erhöhtes Trinkverhalten und daraus folgend und auch vermehrtes Urinabsetzen. Gesteigerter Appetit, Bewegungsunlust, Muskelschwäche und Muskelschwund sind ebenfalls zu beobachten. Die Hunde bekommen oft einen Hängebauch und es sind Hautveränderungen zu beobachten, wie dünnes, stumpfes Fell bis hin zum kompletten Haarausfall oder trockene, faltige, schuppige und pergamentartige Haut. Hündinnen werden nicht mehr heiß, bei Rüden bilden sich die Hoden zurück.

Am häufigsten betroffen sind kleine, ältere Hunde und Rassen wie Boxer, Pudel, Dackel, Terrier und Cocker Spaniel. Die Diagnose erfolgt mittels Blut-/Urinuntersuchung und Ultraschall der Bauchhöhle.

Was ihr als Hundeeltern beachten müsst:
Eine Therapie von Morbus Cushing unterscheidet sich je nach Ursache der Erkrankung. Bei einem rein medikamentell bedingtem Cortisolüberschuss muss die Medikation natürlich neu eingestellt werden.

Ist ein Tumor in der Hirnanhangsdrüse oder in der Nebenniere die Ursache, muss lebenslang ein Medikament verabreicht werden, das die Produktion von Cortisol in den Nebennieren hemmt. Es kann jedoch mehrere Wochen dauern, bis die Symptome ganz verschwinden. Der abrupte "Cortisonentzug" ist für den Körper erst mal eine Umstellung, die mit Schwächeanfällen, Appetitlosigkeit und Erbrechen einhergehen kann. Die Dosis des Medikaments muss dann in regelmäßigen Abständen vom Tierarzt kontrolliert werden.
Ein Tumor in der Nebenniere kann auch operativ entfernt werden oder die Nebenniere wird mit Medikamenten „zerstört“, damit keine Cortisolproduktion mehr stattfindet. Diese Zerstörung führt dann aber zu einem Mangelzustand an Cortison, so dass auch hier lebenslang Medikamente verabreicht werden müssen.

Wichtig: Bei etwa einem Drittel der Patienten kommt es zusätzlich zum Cushing-Syndrom parallel noch zu einem Diabetes mellitus, auch bekannt als Zuckererkrankung. Daher in jedem Fall einen betroffenen Hund auch hierauf untersuchen lassen!

Als Prophylaxe macht es Sinn, ab einem Alter von etwa sechs Jahren einmal jährlich eine Blut- und Harnkontrolle durchführen zu lassen. Bei älteren Tieren ist auch einmal pro Jahr ein Ultraschall des Abdomen sinnvoll, besonders bei den oben genannten Rassen.

Quellen:
https://www.anicura.de/wissensbank/hunde/morbus-cushing/
https://www.tieraerzteverband.de/.../morbus-cushing.php



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