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Mein Name ist Claudia Maier und ich bin gelernte Hundephysiotherapeutin
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10.10.2021

Ellbogendysplasie (ED)

Bei der Ellbogengelenks- oder Ellbogendysplasie (ED) handelt es sich um eine chronisch verlaufende Erkrankung bzw. Fehlbildung des Ellenbogengelenks, die dessen Bewegungsumfang einschränkt. Dabei passen die gelenkbildenden Knochenteile Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna) und Speiche (Radius) nicht exakt zueinander. Die ungenaue Passform oder Inkongruenz führt zu chronischen Umbauvorgängen am Ellbogengelenk und langfristig zu Arthrose. Vor allem schnellwüchsige, große Hunderassen wie Rottweiler, Sennenhunde, Neufundländer, Labrador und Schäferhund sind betroffen. Dabei sind eher männliche und überwiegend Jungtiere betroffen.

Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine wachstumsbedingte Erkrankung, bei der vor allem genetische Faktoren, aber auch schnelles Wachstum, Fütterung und Bewegung mit reinspielen können. Frühzeitige Symptome sind vor allem Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen, Lahmheiten in den Vordergliedmaßen, vor allem nach Belastung sowie Schmerzen beim Strecken/Beugen der Ellbogengelenke.

Da die Ellbogendysplasie ein Sammelbegriff ist, fallen mehrere Krankheitsbilder darunter. Unter anderem:

Inkongruenz – Stufenbildung zwischen Elle (Ulna) und Speiche (Radius)

Osteochrondrosis dissecans (OCD) – Ablösung eines Knorpelfragments im Gelenk durch Störung des Knorpelwachstums und dessen Verknöcherung

Isolierter Processus anconaeus (IPA) – Ablösung des Ellenbogenfortsatzes der Elle

Fragmentierter Processus coronoideus (FPC) – Ablösung des innen liegenden Kronfortsatzes der Elle

Die Diagnosestellung erfolgt mittels Röntgen oder CT. Die Behandlung richtet sich nach dem genauen Befund und dem Lahmheitsgrad und Zustand des Hundes. Eine chirurgische Entfernung der abgelösten Fragmente mittels Arthroskopie kann sinnvoll sein und Schmerzen im Gelenk mindern. Leider kann dadurch jedoch die Arthrosebildung langfristig auch nicht verhindert werden. Bei sehr starken Veränderungen können Endoprothese (Gelenkersatz) oder Versteifung des Ellbogengelenks in Erwägung gezogen werden. Unterstützend kann eine Langzeittherapie mit Schmerzmittel erfolgen. Eine tägliche Verabreichung von Gelatine oder Nahrungsergänzungsmitteln wie Grünlippmuschel können das Knorpelgewebe unterstützen und eine Arthrose ggf. etwas hinauszögern.

Was ihr als Hundeeltern beachten solltet:
Ein energiereiches Welpenfutter sollte nicht allzu lange gefüttert und Übergewicht unbedingt vermieden werden. Über- oder Fehlbelastungen sollten vermieden werden. Welpen betroffener Rassen sollten keine langen Spaziergänge unternehmen, Treppensteigen oder springen sollte vermieden werden, ebenso wildes Spielen mit größeren oder erwachsenen Hunden. Belastende Hundesportarten sollten erst mit Hunden im Alter von 10-12 Monaten begonnen werden. Sollte euer Hund betroffen sein, solltet ihr diese Tipps genauso beachten. Dabei kann auch Physiotherapie helfen, sowohl prophylaktisch also auch post-operativ.

Quellen/Bildnachweise:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ellbogendysplasie
https://www.vet-dogs.de/ellbogengelenksdyplasie-beim-hund/



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